Führungsqualität ist nicht genetisch in uns verankert. Führung ist ein Handwerk, das jede Person, die gerne führen möchte, lernen kann. Führen zu wollen, das kann eine bewusste, kognitive Entscheidung sein: „Ich möchte gerne führen, weil damit bestimmte Attribute, die mir wichtig sind, verbunden sind.“ Das kann Macht, Status, Geld oder auch ein inhaltlicher Anspruch sein, der mich dazu treibt, in Führungsverantwortung zu gehen. In diesem genannten Szenario entscheide ich es als Mitarbeiter selbst und bemühe mich um eine Führungsposition.

Kritisch wird es, wenn mein Vorgesetzter mich in Führungsverantwortung hebt. Vielleicht wollte ich es eigentlich nicht und werde sogar überredet oder dorthin gedrängt. Das hört sich dann z.B. so an: „Sie sind eine so herausragende Fachkraft, übernehmen Sie doch bitte auch die Verantwortung für das gesamte Team. Die Stelle ist frei und Sie sind prädestiniert, diese Aufgabe zu übernehmen.“ Zweifel werden weggewischt: „Sie schaffen das schon und ich bin ja auch noch da.“

Was von Chefs leider manchmal übersehen wird, ist, dass die Person den nicht lernbaren Teil, der zur Führung gehört, ggf. nicht in sich trägt. Das innere Bestreben, andere führen zu wollen. Ebenfalls kann übersehen werden, dass der Mitarbeiter führungsfachlich gar nicht auf diese Aufgabe vorbereitet wurde, weil die freie Stelle eher plötzlich und unerwartet durch eine Kündigung, Beförderung oder Schwangerschaft der bisherigen Führungskraft frei geworden ist und eine langfristige Planung bisher nicht vorgesehen war. Wenn der Mitarbeiter „Ja“ sagt, dann ist für den Chef das Problem erst einmal gelöst. Die Stelle ist neu besetzt, hurra!

Wenn jetzt allerdings nicht die flankierenden Maßnahmen der Führungskräfte-Entwicklung parallel eingesteuert werden, dann sind die ersten mittelfristigen Probleme vorprogrammiert. Sollte sich die Person, die in Führungsverantwortung gebracht wurde, selbst noch nicht so gut kennen, ist Gefahr in Verzug. Vielleicht ist sie sich nicht bewusst, dass Führung nicht der eigene innerste Wunsch ist. Der Überredungskunst des Chefs oder vermeintlichen Motivatoren wie Geld, Status und Einfluss möchte man nicht widerstehen und schon bahnen sich weitere potenzielle Probleme an. Führung wird dann auf einmal anstrengend, weil es immer wieder bewusste Entscheidungen braucht, der Leitwolf für alle Teammitglieder zu sein. Frustration kann die Folge für die Führungskraft oder das Team sein, bis hin zum Burnout. Das muss nicht sein, wenn junge Führungskräfte durch entsprechende Programme begleitet werden.

Das Hotalents Führungstraining bietet drei Module, die eine Fachkraft darauf einstellt, in Führungsverantwortung zu bestehen. Die Definition der Führungsrolle, ebenso wichtige Führungsinstrumente werden als technische Hilfsmittel gelehrt. Außerdem wird eine schwerwiegende persönliche Frage beantwortet: „Wer bin ich denn als Führungskraft und was motiviert mich von innen heraus?“ Damit können die oben angesprochenen Gefahren entschärft werden. Darüber hinaus wird ein wertvolles Kommunikations-Konzept zur Gestaltung von Mitarbeitergesprächen vermittelt, um den Kontakt zum Team zielorientiert zu gestalten. Weitere Details zu den Inhalten stehen hier.

Wer in die Inhalte und Arbeitsweisen des letzten Hotalents Führungstrainings Einblicke gewinnen möchte, kann das in diesem Video:

Wir freuen uns darauf, Sie in der Entwicklung zu mehr Führungsqualität zu begleiten.

Ihr Markus F. Weidner

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